Wir sind ein Netzwerk aus handwerkenden Architekt*innen und sozialarbeitenden Handwerker*innen. Als baucircus reisen wir mit unserer nomadischen Werkstätte, besuchen Gemeinschaften und laden sie vor Ort ein, aktiv an der Gestaltung und Entwicklung ihres eigenen Lebensumfelds teilzuhaben.

baucircus Manifesto

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Handwerkliche Arbeit lässt die Ergebnisse des eigenen Tuns unmittelbar sichtbar und erkennbar werden.

Gemeinschaftliches Arbeiten fördert und stärkt die Gruppe.

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Einzelpersonen bringen sich mit ihren individuellen Fähigkeiten ein und werden damit ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft. Jede*r kann dabei von anderen lernen.

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Durch Gemeinschaffen eignen sich die Menschen gemeinsam Räume an. Durch die gemeinschaftliche Gestaltung entsteht ein Ort, den die Nutzer*innen selbst definieren und dessen Form und Regeln gemeinsam ausgehandelt werden.

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Der baucircus als reisende Werkstatt ist kein klassischer Ort der Produktion von Objekten, sondern ein Ort des gemeinsamen Handelns.

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Die handwerkliche Arbeit ist ein Mittel um Prozesse zu gestalten, das Ergebnis nur eine Etappe in einem längeren Prozess des Knüpfens und Stärkens sozialer Zusammenhänge und Beziehungen.

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Gespräche und konvivialer Austausch sind die Grudlage des gemein-schaftlichen Gestaltens und Bauens. Ohne diese kann kein gemeinschaftlicher Ort ent- und bestehen.

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Das gebaute Resultat gemeinschaftlicher Prozesse soll als Frage im Raum stehen, die sich an Alle, auch außerhalb der aktiv beteiligten Gruppe richtet. Damit das Gebaute als Frage begriffen werden kann, muss die Bauweise eine gewisse Temporarität aufweisen.

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Im Prozess der aktiven Mitgestaltung verändert sich die Wahrnehmung der Umwelt. Der Wahrnehmung wird eine Ebene der Gestaltbarkeit hinzugefügt. Die Umwelt erscheint weniger statisch und der eigene Einfluss auf das Umfeld wird erlebbar.

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Prozesse des Gemeinschaffens müssen von der Gemeinschaft gewünscht und geführt werden. Als baucircus stehen wir beratend und unterstützend zur Seite.

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Damit es möglich ist Gemeinschaften dezentral und vor Ort über einen langen Zeitraum zu begleiten, ist die Mobilität der Werkstätte von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht uns eine Wiederkehr an verschiedene Orte.

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Prozesse des Gemeinschaffens sollen für alle sichtbar in der Öffentlichkeit stattfinden. Dafür wird sich der baucircus im öffentlich-zugänglichen Raum aufbauen.

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1. Handwerkliches Arbeiten

Handwerkliche Arbeit lässt die Ergebnisse des eigenen Tuns unmittelbar sichtbar und erkennbar werden. Die Arbeit mit den Händen schult den Körper und erweitert die persönlichen Fähigkeiten. Dabei erlernte Denkstrukturen und Wege, Problemen zu begegnen, können auch auf andere Bereiche angewendet werden.

2. Gemeinschaftliches Arbeiten

Gemeinschaftliches Arbeiten fördert und stärkt die Gruppe. Einzelpersonen bringen sich mit ihren individuellen Fähigkeiten ein und werden damit ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft. Auch vermeintlich irrelevante Fähigkeiten können hilfreich sein. Jede*r kann dabei von anderen lernen.

3. Gemeinschaffen

Durch Gemeinschaffen eignen sich die Menschen gemeinsam Räume an. Durch die gemeinschaftliche Gestaltung entsteht ein Ort, den die Nutzer*innen selbst definieren und dessen Form und Regeln gemeinsam ausgehandelt werden. Die Gemeinschaft identifiziert sich darüber mit dem Ort und übernimmt Verantwortung in der Verwaltung und Pflege des Ortes. Austausch und Aushandlung gehen auch in der Nutzung weiter. Diese Prozesse sind nie abgeschlossen und immer offen für Neuankömmlinge.

4. Ort des gemeinsamen Handelns

Der baucircus als reisende Werkstatt ist kein klassischer Ort der Produktion von Objekten, sondern ein Ort des gemeinsamen Handelns. Die handwerkliche Arbeit ist ein Mittel um Prozesse zu gestalten, das Ergebnis nur eine Etappe in einem längeren Prozess des Knüpfens und Stärkens sozialer Zusammenhänge und Beziehungen.

5. Gespräche und Austausch

Gespräche und konvivialer Austausch sind die Grundlage des gemeinschaftlichen Gestaltens und Bauens. Ohne diese kann kein gemeinschaftlicher Ort ent- und bestehen. Die Kommunikation erfolgt intern, wie auch nach außen, mit potentiell Betroffenen. Die Prozesse werden von Zusammenkünften wie gemeinsame Mahlzeiten, offene Veranstaltungen und Diskussionsrunden begleitet.

6. Gebaute Fragen - in den Raum stellen

Das gebaute Resultat gemeinschaftlicher Prozesse soll als Frage im Raum stehen, die sich an Alle, auch außerhalb der aktiv beteiligten Gruppe richtet. Damit das Gebaute als Frage begriffen werden kann, muss die Bauweise eine gewisse Temporarität aufweisen und reversibel sein. Nur so kann sicher gestellt werden, dass keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden und der weitere Prozess offen bleibt.

7. Wahrnehmung und Gestaltbarkeit

Im Prozess der aktiven Mitgestaltung verändert sich die Wahrnehmung der Umwelt. Sehgewohnheiten und Wahrnehmungsstrukturen werden aufgebrochen. Der Wahrnehmung wird eine Ebene der Gestaltbarkeit hinzugefügt. Die Umwelt erscheint weniger statisch und der eigene Einfluss auf das Umfeld wird erlebbar.

8. Vorhandene Initiative

Prozesse des Gemeinschaffens müssen von der Gemeinschaft gewünscht und geführt werden. Als baucircus stehen wir mit unserem planerischen und handwerklichen Können, sowie mit unserer Erfahrung mit gemeinschaftlichen Prozessen, beratend und unterstützend zur Seite.

9. Mobilität und Wiederkehr

Damit es möglich ist Gemeinschaften dezentral und vor Ort über einen langen Zeitraum zu begleiten, ist die Mobilität der Werkstätte von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht uns eine Wiederkehr an verschiedene Orte. Dabei ist das Zeltdach ein Wiedererkennungsmerkmal, das sofort sichtbar macht, dass der baucircus wieder vor Ort ist und eine weitere Runde des begleiteten Prozesses beginnt.

10. Sichtbarkeit und Zugänglichkeit

Prozesse des Gemeinschaffens sollen für alle sichtbar in der Öffentlichkeit stattfinden. Dafür wird sich der baucircus im öffentlich-zugänglichen Raum aufbauen. Ähnlich wie die Gemeinschaft im Verlauf des Gemeinschaffens sich Räume zu eigen machen, greift die Werkstätte sich für die Dauer des Aufenthalts den nötigen Raum.

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